Die Fütterung der Kühe im natürlichen Jahresverlauf bringt wesentliche Vorteile mit sich. Die Erzeugung von eigenem Qualitätsfutter macht unabhängig!

Steigende Kraftfutterpreise zwingen die Bauern zu mehr Bewusstsein bei der Grundfuttererzeugung. Die erhöhte Futteraufnahme durch Qualitätsheu wird bei zunehmender Leistung der Tiere immer wichtiger. Neben der Kraftfuttereinsparung besitzt Heu eine höhere Eiweißstabilität als Gras bzw. Silage, das heißt, dass mehr Eiweiß ohne Umwege in den Dünndarm gelangt und dem Tier zur Verfügung steht wodurch der Stoffwechselstress verringert wird.

Höhere Futteraufnahme

Durch die Fütterung mit Heu wird die Wiederkautätigkeit angeregt und eine entsprechend höhere Futteraufnahme erreicht. Heu enthält keine Gärsäuren, die die Fresslust bremsen. Mit jedem zusätzlich gefressenen Kilogramm Heu kann etwa 0,75 kg Kraftfutter eingespart werden.

Kaum Clostridiensporen

Clostridien kommen natürlicherweise im Boden vor und sind dort am Abbau der organischen Substanz beteiligt. Über verschmutztes Grünfutter (erkennbar an Rohaschegehalten über 10 %) gelangen verstärkt Clostridien in die Futterkette, wo sie sich unter geeigneten Bedingungen explosionsartig vermehren können. Am geringsten sind die Sporengehalte bei der Verfütterung von hochwertigem Heu und der Weidehaltung. Eine hohe Sporenanzahl in der Milch macht die Erzeugung von Hartkäse aus Rohmilch unmöglich, weshalb der Großteil der Heumilch in der Käseproduktion verwendet wird.

 

Hohe Eiweißstabilität

Warmluft getrocknetes Heu weist eine höhere Eiweißstabilität auf, welche die Eiweißversorgung im Dünndarm verbessert und somit kein Sättigungsgefühl entstehen lässt.

Mehr Energie

Qualitätsheu enthält mehr Zucker und dadurch einen höheren Gesamtenergiegehalt im Vergleich zu Grassilagen, da kein Zucker für die Milchsäuregärung des Futters verbraucht wird. Zucker fördert die Aktivität der Pansenmikroben und damit auch die Fresslust. Allerdings sollte ein Gesamtgehalt an Zucker max. 15% bzw. an Zucker und leicht wasserlöslicher Stärke max. 30% in der Gesamtration nicht übersteigen. Deshalb ist beim Umstieg der Fütterung auf Qualitätsheu dringend darauf zu achten, dass das richtige Kraftfutter (eher langsam verfügbare Stärke) verfüttert wird, um eine Übersäuerung des Pansens (Acidose) zu vermeiden

Jungviehfütterung

Fütterung mit Qualitätsheu sorgt für eine Reihe von Vorteilen in der Kälberfütterung über Jungviehaufzucht bis zur Milchkuh. Die Entwicklung der Pansenzotten wird positiv gefördert und damit der Grundstein für eine später hohe Grundfutteraufnahme gelegt.

Positives Image

Heumilch besitzt ein positives Image und wird am Markt stark nachgefragt. Dadurch kann ein höherer Milchpreis erzielt werden, welcher für die aufwendigere Wirtschaftsweise notwendig ist.